WEINTRADITION UND ENTWICKLUNG

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Apulien bildet als östliche Halbinsel tief im Süden Italiens den Absatz des italienischen Stiefels. Es grenzt an Molise, Basilikata und Kampanien und wird von Adria und dem ionischen Meer umspült. Der Weinanbau und die DOP-Gebiete liegen hauptsächlich im Norden und Osten Apuliens, in den heißen Ebenen mit roten Böden über Kalkgestein. Etwa 110. 000 Hektar Fläche stehen unter Reben.
Die apulische Weinbau geht bis in die Antike zurück, als die Phönizier hier 2000 v. Chr. erste Pflanzenzüchtungen und effiziente Techniken des Weinbaus einführten. Im Laufe der Jahrhunderte beeinflussten Griechen und Römer den heimischen Anbau, deren Zeugnisse ihre damalige Bedeutung bekunden.
Bis Ende des 20. Jahrhunderts wurde es Still um den apulischen Weinbau; meist wurde die Weine nach Norditalien verkauft, um dort mangelnde Produktionen auszugleichen oder die Struktur der Weine zu verbessern. Erst mit der Zeit wurde unseren Weinbaubetrieben bewusst, mit welchem Potenzial an Quantität und Qualität man in ganz Apulien produzieren kann – und es wurden neue Ziele gesteckt: die Herstellung von Qualitätsweinen, die ausdrucksvoll ihre Herkunft präsentieren.

Dank neuer Rebsortenpflanzungen, dem Einsatz moderner Landwirtschaft und Modernisierungen in den Kellern wandelte sich das Bild der Weine aus Apulien.

Heute erzielen Weine aus Apulien internationale Auszeichnungen, sind auf den Messen vertreten und zu einer Größe der nationalen Weinproduktion geworden. Weinliebhaber und Kenner, die Negroamaro, Primitivo, Nero di Troia und Malvasia Nera kennen und schätzen gelernt haben, entdecken mehr und mehr das reiche Erbe Apuliens.